Im Vibe, aber am Steuer

Die wesentliche Gefahr des Vibe Codings: Man hat schnell eine beeindruckende Codebasis beisammen – und merkt erst später, dass sie zur vollständigen Black Box geworden ist. Niemand im Team versteht den Aufbau noch im Detail. Jede Anpassung wird dann zum Akt des Gottvertrauens an die KI: „Bitte ändere das“, ohne nachvollziehen zu können, ob der Vorschlag wirklich passt, Nebenwirkungen hat oder bestehende Annahmen bricht.

Dieser Zustand ist nicht wünschenswert. Geschwindigkeit ohne Verständnis erzeugt technische Schuld in einer Form, die man kaum noch abbauen kann – weil die Landkarte fehlt, auf der man sich bewegen würde.

Ein Weg heraus: Sich den Code auf dem richtigen Abstraktionsniveau erklären lassen – nicht Zeile für Zeile und nicht als undurchdringlichen Block, sondern so, dass Datenflüsse, Entscheidungen und Verantwortlichkeiten sichtbar werden. Dann bleibt der Mensch am Steuer, auch wenn die KI den Großteil der Tipparbeit übernimmt.

Datenannotiertes Sequenzprogramm (Youtube-Demo)

Beispiel: das datenannotierte Sequenzprogramm zur Youtube-Demo – Ablauf und Daten auf einer Ebene, die man noch steuern und hinterfragen kann.

Datenannotiertes Sequenzprogramm des YouTube Search Agents

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